oikos spring meeting vom 24. bis 27. März in Prag – students for sustainable economics and management

Unter dem Titel „Sustainable Architecture: Space for Living“ fand das diesjährige spring meeting von oikos international statt. oikos ist ein Netzwerk internationaler Studierender, mit dem Ziel, Nachhaltigkeit als festen Bestandteil in Wirtschaft und Wirtschaftswissenschaften zu etablieren.
Architektur, Thema der Veranstaltung, ist aus dem Leben nicht weg zu denken: Die Gebäude, in denen wir uns aufhalten, beeinflussen Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Gleichzeitig sind sie durch Heizungen, Ventilatoren und Klimaanlagen energiehungrige CO²- Emittenten. Im Blick auf Energie- und Kosteneffizienz lassen sich Beiträge für den Klimaschutz in jedes betriebswirtschaftliche Kalkül einbauen. Mittel und Wege, Perspektiven und Herausforderungen nachhaltiger Gebäudewirtschaft standen thematisch im Mittelpunkt der Veranstaltung. Dass Nachhaltigkeit und Wirtschaft enger verbunden sind als vielfach unterstellt und praktiziert, hat sich einmal mehr bestätigt.
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Forderungskatalog studentischer Initiativen für eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Auf der Berliner Tagung „Hochschulen für Nachhaltige Entwicklung“ am 3.12. in Berlin hat ein Netzwerk studentischer Initiativen (darunter auch die drei dort als Modellprojekte der UN-Dekade der Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichneten Vereinigungen) einen Forderungskatalog für eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen vorgelegt. Dieser umfasst ein breites Spektrum an notwendigen Verbesserungen an Hochschulen und reicht weit über rein thematische Re-Orientierungen in Forschung und Lehre hinaus. Hier finden sich die sieben wichtigsten Forderungen im Überblick:
1. Förderung innovativer Lehrformen (vom Projektstudium über Summer-Schools bis zu Maßnahmen der Erhöhung von Raum für Reflexion in bestehenden Veranstaltungen)
2. Schaffung der Möglichkeit von ehrenamtlichen Engagement im Lernraum
3. Thematische Integration der Inhalte einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung
4. Förderung von Inter- und Transdisziplinarität in der Lehre
5. Einführung eines integrierten Nachhaltigkeitsmanagements an der Hochschule
6. Verbesserte Informations- und Beteiligungspraktiken in der Selbstverwaltung
7. Ausbau bildungspolitischer Anreize in Politik und Institutionengeflecht der Hochschulen

Neben diesem abgestimmten Forderungskatalog wurden in den Diskussionen in Berlin weitere Ideen entwickelt, deren Weiterverfolgung lohnenswert erscheint:
O Ausbau und Förderung der Möglichkeiten des Peer-to-Peer-Lernens (d.h. Wissensaustausch zwischen Studierenden) in den Hochschulen
O Verankerung einer Nachhaltigkeitsorientierung als Hochschulaufgabe in den Landeshochschulgesetzen
O Aufbau von Förderprogrammen auf Bundes- und Landesebene, die die Einrichtung von Nachhaltigkeitsbeauftragten an Hochschulen unterstützen

Das Netzwerk der Hochschul-Initiativen für eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung wird sich weiterhin eng abstimmen. Eine Liste beteiligter Initiativen ist aktuell im Aufbau. Das Netzwerk wird auf dem Weblog Nachhaltige Wissenschaft über aktuelle Aktivitäten berichten.