Wissen von der Basis für den globalen Wissenschaftsrat für Biodiversität – Plädoyer für ein transdisziplinäres Wissenschaftsverständnis vom neuen Leiter des Museums für Naturkunde in Berlin

Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversität

Die Rettung der Biodiversität ist eine soziale und wissenschaftliche Herausforderung. Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde, spricht sich im neuesten Artikel im renommierten Wissenschaftsmagazin „Nature“ dafür aus, Wissen von der Basis stärker im globalen Wissenschaftsrat für Biodiversität, IPBES, zu berücksichtigen. „Wenn Menschen die Probleme beim Klimawandel und Biodiversitätsverlust verursachen, dann ist ein Umdenken der Menschen auch der Schlüssel zum Erfolg. Für die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz von IPBES ist es wichtig, dass verschiedene Quellen von Wissen berücksichtigt werden. Dazu gehören nicht nur wissenschaftliche Publikationen in hochrangigen Zeitschriften, sondern auch Erfahrungen und Erkenntnisse normaler Bürger“, so Vogel. „Wir müssen offen sein und neue Wege finden.“

Ein wichtiger Schritt hierfür ist der Ausbau einer Partnerschaft zwischen Forschungseinrichtungen und Bürgern, wo derartige Beziehungen experimentell entwickelt werden können.

Weitere Informationen unter: idw-online.de und biodiversity.de

Die Rolle von Stiftungen bei der Förderung einer transformativen Wissenschaft – 10.09.2012

Stiftungen spielen im Themenfeld Nachhaltigkeit und Klimaschutz eine zunehmend wichtigere Rolle. Sie unterstützen vielfältige Projekte zum Klimawandel und zum Umweltschutz; sie begleiten aktiv die deutsche Energiewende. Auf dem Stiftertag Mitte Juni in Erfurt wurde dies wieder eindrucksvoll deutlich (vgl. z.B. das aktuelle Heft „Stiftung und Sponsoring“ – Stiftungen und Klimawandel).

Im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystem zu neuen Formen „transformativer Wissenschaft“ (WBGU) stellt sich die Frage, wie (Wissenschafts)stiftungen geeignete Impulse zur Weiterentwicklung des Wissenschaftssystem selbst auslösen können – hin zu stärker transdisziplinären Strukturen. Auch dazu gibt es zunehmend interessante Best-Practice-Beispiele aus dem Stiftungsbereich, wie aktuelle Programme z.B. der Stiftung Mercator (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), der Heinrich-Böll-Stiftung (Promotionsschwerpunkt Transformationforschung) sowie mehrerer im Stiftungszentrum des Deutschen Stifterverbandes organisierter Stiftungen zeigen.

Auf einer Diskussionsveranstaltung  am 10.09.2012 ab 19:00 Uhr im ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator soll über die Fragen diskutiert werden: Was kann die „Die Rolle von Stiftungen bei der Förderung einer transformativen Wissenschaft“ sein? Was sind interessante Best Practices für die Förderung? Wie können Stiftung die staatliche Wissenschaftsförderung ergänzen? Und welche innovativen Impulse aus den Reihen der Stiftungen wirken ggf. sogar als Katalysoren für eine veränderte öffentliche Wissenschaftsförderung? Die Veranstaltung ist eingebettet in die Veranstaltungsreihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit“.

Auf dem Podium sitzen:
Prof. Dr. Dirk Messner (DIE/ WBGU)
Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Rietschel (Acatech)
Prof. Dr. Willhelm Krull (VW-Stiftung)
Dr. Lars Grotewold (Stiftung Mercator)
Moderation: R. Andreas Kraemer (Ecologic Institute)

Nachhaltige Bewegung im Wissenschaftssystem – Bericht über die Veranstaltung „Wohin läuft das Wissenschaftssystem?“

„Wohin läuft das Wissenschaftssystem?“ – darüber diskutierten 80 Teilnehmer(innen) am 07.05.2012 im ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator. Die Veranstaltung war Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ im Wissenschaftsjahr 2012 „Zukunftsprojekt Erde“. Die Tatsache, dass im Publikum neben zahlreichen Multiplikatoren nicht nur Bundestagsabgeordnete unterschiedlicher Fraktionen, sondern auch Fachministerien neben dem Bundes-Wissenschaftsministerium sowie die Vertreter(innen) von den Landeswissenschaftsministerien aus Baden Württemberg, NRW und Niedersachsen (vertreten durch den Staatssekretär) anwesend waren, unterstrich, wie breit die Diskussion inzwischen angekommen ist und verfolgt wird.

Podium Wohin läuft das Wissenschaftssystem? 07.05.12
v. l. n. r.: Prof. Dr. Armin Grunwald, MinDir. Dr. Karl-Eugen Huthmacher, Dr. Dagmar Simon, Thomas Korbun, Dr. Wolfgang Rohe, Prof. Dr. Dieter Lenzen und Prof. Dr. Uwe Schneidewind, (FOTO: Michael Miethe)

„Was bewegt? – Von sozial-ökologischen Experimenten im Alltag“ – Tagung des Instituts und der Vereinigung für ökologische Wirtschaftsforschung

„Was bewegt? Von sozial-ökologischen Experimenten in den Alltag“ – so lautet die gemeinsame Jahrestagung von IÖW und VÖW vom 08. bis 09. März im Umweltforum Berlin.

Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die immer weiter um sich greifende Feststellung, dass weitreichende gesellschaftliche Transformationen erforderlich sind, um den gekoppelten gesellschaftlichen und ökologischen Krisen zu begegnen. Wesentliche Ideengeber und Treiber dieses Wandels sind sozial-ökologische Pioniere etwa in der nachhaltigen Energieerzeugung, im Unternehmertum oder im Wandel des Konsums. Was bewegt solche Pioniere und wie sehen ihre Zukunftsentwürfe aus? Könnten ihre sozialen Innovationen zur alltäglichen Praxis vieler Menschen werden? Welche neuen politischen Strategien und Rahmenbedingungen sind dafür erforderlich?
Auf der Tagung kommen Pioniere sozial-ökologischer Lebensweisen zusammen, um ihre Visionen zu präsentieren und gemeinsam mit Wissenschaftler/innen, Vertreter/innen von NGOs, Politiker/innen und Unternehmer/innen zu diskutieren. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, wie die politischen Handlungsstrategien und Forschungsansätze so gestaltet werden können, dass sie dazu beitragen, nachhaltige Lebensweisen substanziell zu verbreiten. Raus aus der Experimentierphase, rein in den Alltag! Nachhaltige Lebensweisen ? wie können sie tauglich für den Mainstream werden?
Anmeldeschluss ist der 28.02., direkt zur Anmeldung geht es hier.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“ des NaWis-Verbundes und des Ecornet, die sich als Beitrag für das BMBF- Wissenschaftsjahr „Nachhaltigkeit/ Zukunftsprojekt Erde“ versteht.

Hier geht es zur Übersicht über alle Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“.