„Landscape“ – „Regime“ – „Nischen“ – Wie verändert sich eigentlich das Wissenschaftssystem?

Die Transition-Forschung beschreibt sektorale Veränderungsprozesse im Rahmen einer Multi-Level-Perspektive. Die Veränderung komplexer sozio-technischer Systeme wird danach durch die Wechselwirkung von drei funktionalen Ebenen beeinflusst. Die Studie Transformative Wissenschaft untersucht die verschiedenen Ebenen im Hinblick auf das deutsche Wissenschaftssystem.

„Dies sind die Ebenen von (1) Umfeld („Landscape“), (2) Regime und (3) Nische. Die „Umwelt“ wird dabei durch stabile Megatrends eines Systems charakterisiert, die in der Regel durch die Akteure im System nicht beeinflusst werden können(…). Das „Regime“ charakterisiert die in einem sozio-technischen System bestehenden Institutionen, Regeln und Routinen, die das Handeln im System beeinflussen und stabilisieren(…). „Nischen“ bezeichnen schließlich Handlungsmuster und Experimente von Akteuren und Akteursgruppen, die Neuerungen erproben, auch gegen bestehende institutionelle und organisationale Regeln des bestehenden Regimes. Nischen-Akteure werden dadurch zu zentralen Motoren für Veränderungsprozesse (S. 298f.).“

Eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Zusammenspiel der drei funktionalen Ebenen im Wissenschaftssystem findet sich im Buch auf den Seiten 298-301.

Das Buch „Transformative Wissenschaft“ und die begleitende Diskussion zur Weiterentwicklung des deutschen Wissenschaftssystems – eine Übersicht

Link zum Buch beim Metropolis-Verlag, bei FairBuch.