Mecklenburg-Vorpommern: Meer und Ökosystemforschung in schwierigem Umfeld

Mecklenburg-Vorpommern befindet sich in keiner leichten hochschulpolitischen Situation: Bei einem äußerst angespannten Landeshaushalt besitzt es mit Greifswald und Rostock zwei der traditionsreichsten deutschen Universitäten in räumlicher Nähe, die beide zudem über eine eigene Universitätsmedizin verfügen.

In den letzten Jahren ist es in Greifwald und Rostock gelungen, den Anspruch, breit aufgestellte Volluniversität zu sein, abzuschwächen zugunsten einer Herausbildung von übergreifenden Schwerpunkten. Nachhaltigkeits-orientierte Themen spielen dabei eine wichtige Rolle. So hat die Universität Rostock ihre gesamte Forschung in drei interdisziplinären „Profillinien“ organisiert, von denen die Linien „Maritime Systems“ sowie „Aging Science and Humanities“ viele Nachhaltigkeitsbezüge aufweisen. In Greifswald ist die Ökosystemforschung in hohem Maße interdisziplinär aufgestellt und vereint z.B. das „Institut für Botanik und Landschaftsökologie“ Arbeitsgruppen aus der Biologie, der Ökonomie und der Umweltethik.

Die Leitfunktion, die der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbezug bei der Herausbildung von universitätsweiten Schwerpunkten an den Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern hat, gilt es durchaus noch deutlicher bundesweit herauszustellen und damit die entsprechenden Prozesse an den Universitäten selber zu stärken.

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