VDW Tagung Nachhaltigkeit – Verantwortung für eine begrenzte Welt

Die Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.) führt vom 22. bis 24.11. in Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen eine Konferenz durch, auf der Forscherinnen und Forschern, Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit Raum gegeben werden soll, über die globale Bedeutung der Nachhaltigkeit aus gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Perspektive zu diskutieren.

Auf der Tagung soll die Idee der Nachhaltigkeit als Richtschnur für den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt, ihrer Biodiversität und unseren nur begrenzt verfügbaren Lebensgrundlagen überprüft werden. Aus der Analyse werden Schlussfolgerungen für das individuelle Verhalten gezogen sowie Erwartungen an verantwortliche Akteure in Wissenschaft und Politik formuliert.

Universitäten sind Orte gesellschaftlich relevanter Diskurse. Ihnen kommt eine besondere Verantwortung im Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu. In diesem Sinne möchte die Konferenz „Nachhaltigkeit – Verantwortung für eine begrenzte Welt“ dazu einladen, Ansätze zur Lösung existenzieller Zukunftsfragen zu diskutieren und kreative Konzepte zur Nachhaltigkeit aus interdisziplinären Forschungsansätzen zu entwickeln.

Eine Anmeldung ist unter der folgenden Seite möglich.
Das Tagungsprogramm finden Sie hier:

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Wettbewerbsgedanken in der Forschung – Workshop der VDW am 21.02. in Berlin

Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.) lädt zu einem Workshop über die Wettbewerbsgedanken in der Forschungslandschaft ein. Die VDW steht in der Tradition der Bemühungen um eine verantwortungsvolle Wissenschaft und engagiert sich zunehmend auch im Kontext der Nachhaltigen Wissenschaft und der Partizipation zivilgesellschaftlicher Akteure im Wissenschaftsystem, u.a. durch die Unterstützung der zivilgesellschaftlichen Plattform Forschungswende. Wettbewerbsgedanken in der Forschung sind immer wieder Thema teils kontroverser Debatten in der Förderung einer Wissenschaft für die „Grand Challenges“.

„Seit einigen Jahren haben die Begriffe Wettbewerb und Wettbewerbsfähigkeit Konjunktur in der Forschungspolitik. Die VDW will sich im Rahmen eines Workshops gemeinsam mit Interessierten kritisch mit diesen Begriffen auseinandersetzen und sowohl die Bedeutung als auch die Praxis beleuchten. Insbesondere soll folgenden Fragen nachgegangen werden:

  • Was zeichnet „guten“ Wettbewerb aus?
    Welche Rahmenbedingungen fördern, welche Rahmenbedingungen behindern diesen guten Wettbewerb?

    Was steckt hinter dem Konzept der Wettbewerbsfähigkeit – wem nützt und wem schadet es?

    Was gibt es jenseits der Grenzen des Wettbewerbs?
    Inwieweit ist es in der Wissenschaft und an Hochschulen möglich, Fortschritt ohne Wettbewerb zu erzielen?

Ziel der Veranstaltung ist es, den Diskurs über die Anforderungen an die Forschungspolitik insbesondere zwischen der Wissenschaft und der Politik zu befördern.“

Das Programm der Veranstaltung finden Sie hier:

Workshop Wettbewerb Forschung Feb13 Programm

Ort: VDW Geschäftsstelle, Marienstr. 19/20, 10117 Berlin (S-/U-Bhf. Friedrichstr.) Zeit: 10 – 16 Uhr
Anmeldung: info@vdw-ev.de, Stichwort: WS Forschungspolitik

Runder Tisch „Wissenschaftspolitik” – Start einer zivilgesellschaftlichen Plattform am 03.07.2012 in der NABU Geschäftsstelle, Berlin

Das Wissenschaftssystem ist in Zeiten von Klimaveränderungen und Finanzkrisen zunehmend aufgefordert, Antworten auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu geben. In den letzten Jahren zeigt sich immer deutlicher, dass dies dem Wissenschaftssystem nur teilweise gelingt. Im Brennpunkt der Kritik steht die häufig methodisch zu enge und an zu einseitigen Verwertungsinteressen orientierte Wissenschaft.

Eine „Wissenschaft für und mit der Gesellschaft” bedarf der aktiven Beteiligung zivilgesellschaftlicher Akteure wie Umweltverbände, Kirchen, Sozial- und Gesundheitsverbände und Gewerkschaften. Für die nachhaltige Neuausrichtung des Wissenschaftssystems können sie zentrale Impulse geben – dies haben einzelne Initiativen, wie die Veröffentlichung eines wissenschaftspolitischen Positionspapiers des BUND und Tagungen des NABU gezeigt. Alle fordern, von einer Wissenschaft ÜBER zu einer Wissenschaft FÜR die Gesellschaft zu kommen.

Die heutigen forschungspolitischen Institutionen und Strukturen sind jedoch auf eine zivilgesellschaftliche Mitarbeit und Beteiligung gar nicht angelegt. Hier gibt es einen echten Reformbedarf, kreative Ansätze und Ideen sind gefragt. Eigene Kapazitäten und die verbandsinterne Expertise in zivilgesellschaftlichen Organisationen müssen erst aufgebaut werden, um dauerhaft Einfluss auf die wissenschaftspolitischen Entscheidungsprozesse zu nehmen. Aus diesem Grund streben wir eine übergeordnete zivilgesellschaftliche Plattform für eine veränderte Wissenschaftspolitik an. Das vom BMBF ausgerufene Wissenschaftsjahr „Zukunftsprojekt Erde/ Nachhaltigkeit“ bietet hierfür einen hervorragenden Rahmen.

In einem Workshop am Dienstag, dem 03.07.2012 soll durch Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher zivilgesellschaftlicher Gruppen eine entsprechende zivilgesellschaftliche Plattform auf den Weg gebracht werden. In der Diskussion miteinander sowie mit Vertretern aus wissenschaftlichen Vorreitereinrichtungen und der Politik sollen bestehende Aktivitäten abgeglichen und gemeinsame wissenschaftspolitische Positionen sowie das Programm einer großen zivilgesellschaftlichen Konferenz im Herbst des Jahres erarbeitet werden. Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW e.V.) sowie die Reihe „Transformatives Wissen schaffen” stellen dafür den organisatorischen Rahmen bereit.

Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt:
Wie muss eine zukunftsfähige Wissenschaftspolitik aus der Sicht zivilgesellschaftlicher Organisationen aussehen?
Was sind die inhaltlichen Hauptelemente und Gemeinsamkeiten zivilgesellschaftlicher Positionen zu einer nachhaltigkeitsorientierten Reform der Wissenschaftspolitik?
Wie stärken wir das wissenschaftspolitische Engagement, die Mitspra
chefähigkeit und die personelle Kapazität in den Verbänden? 
Wie kann eine zivilgesellschaftliche Plattform zu den Forderungen an eine zukünftige Wissenschaftspolitik organisiert sein?

Weitere Informationen unter: wissenschaftsjahr2012@wupperinst.org

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Hier geht es zur Übersicht über alle Veranstaltungen der Reihe „Transformatives Wissen schaffen“.

NABU-Studie zum Bioökonomierat

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat sich kritisch in einer Studie mit dem Forschungsrahmenprogramm „Bio-Ökonomie“ der Bundesregierung auseinandergesetzt, in das in den kommenden Jahren 2,4 Mrd. Euro fließen werden. Ein Kritikpunkt zielt auf die Tatsache, „dass der Forschungs- und Technologierat Bioökonomie sich nahezu ausschließlich auf technologische Lösungen beschränkt“. Damit weist die Kritik Parallelen zu den im Hauptgutachten des Wissenschaftlichen Beirats Globale Veränderungen (WBGU) geäußerten Zweifeln an der aktuellen Forschungspolitik für Nachhaltigkeit auf.

Am 12.09.2011 diskutieren der NABU und die Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) auf einer öffentlichen Veranstaltung in Berlin das Gutachten des Bioökonomierates sowie die wesentlichen Kritikpunkte der NABU-Studie.

Damit wird die Diskussion um eine Forschungsagenda für eine Nachhaltige Entwicklung fortgesetzt, die der NABU zusammen mit der VDW und dem Umweltverband BUND in einem Workshop am 10.03.2011 begonnen hatte.

Aufbruchstimmung beim Workshop „Eine neue Forschungsagenda für Nachhaltige Entwicklung“

Mit dem gestrigen Workshop „Eine neue Forschungsagenda für nachhaltige Entwicklung“ in Berlin hat sich ein gesellschaftspolitisches Bündnis für eine nachhaltigkeits-orientierte Forschungspolitik konstituiert. Zu dem Hintergrundworkshop hatten die beiden Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) zusammen mit der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) und dem Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) eingeladen. Rund 40 Teilnehmer diskutieren über Anforderungen an eine künftige nachhaltigkeits-orientierte Forschungspolitik und konzentrierten sich dabei insbesondere auf die Felder der Energiepolitik sowie den Bereich Agrarforschung/Bio-Ökonomie. Es wurden Bausteine für ein forschungspolitisches Programm und konkrete Maßnahmen zusammengetragen. Auf dieser Grundlage soll die koordinierte Arbeit der Verbände in dem von Ihnen bisher kaum bearbeiteten Feld der Wissenschafts- und Forschungspolitik fortgesetzt werden.

Workshop „Eine neue Forschungsagenda für nachhaltige Entwicklung“ von BUND, NABU, BÖLW und VDW am 10.03.2011 in Berlin

Am 10.03.2011 veranstalten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND), der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) einen ganztätigen Workshop „Eine neue Forschungsagenda für nachhaltige Entwicklung“ in Berlin. Der Workshop will die gegenwärtigen Prämissen und Konsequenzen der Forschungspolitik und Forschungsförderung analysieren und Grundzüge eines Konzeptes entwerfen, das auf eine nachhaltige Entwicklung und vielfältige Forschungspfade hin orientiert ist. Ein vorläufiger Programmentwurf ist am Ende des Beitrages abrufbar. Anmeldungen und weitere Informationen bei Steffi.Ober@NABU.de.

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VDW-Positionspapier „Für eine verantwortbare und zukunftsorientierte Forschungspolitik in Deutschland“

  • Die 1959 von Carl Friedrich von Weizsäcker gegründete Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VDW) fordert in ihrem aktuellen Positionspapier „Für eine verantwortbare und zukunftsorientierte Forschungspolitik in Deutschland“ ein umfassendes wissenschafts- und forschungspolitisches Umdenken. Die Kritik der VDW setzt daran an, dass heute umfassende Forschungsgelder ohne öffentliche Diskussion in (technologischen) Großprojekten z.T. auf Jahrzehnte gebunden sind, andere gesellschaftliche Herausforderungen z.T. nur sehr ungenügend in der aktuellen Forschungspolitik abgebildet sind. Die VDW fordert daher u.a. dazu auf:
  • die Förderschwerpunkte einem systematischen Monitoring und Reporting zu unterziehen,
  • die Förderschwerpunkte im BMBF vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Fragen neu zu strukturieren,
  • die Verwendung der öffentlichen Mittel für Forschung & Entwicklung in den Gestaltungsraum der Politik zu bringen,
  • das Übergangsfeld zwischen Forschungsförderung und Markteinführung neu zu bestimmen,
  • einen wirklichen Dialog mit der Öffentlichkeit zu entwickeln,
  • Bürgerinnen und Bürgern sowie Nichtregierungsorganisatinen an forschungspolitischen Fragen zu beteiligen.

Vermutlich am 10. März 2011 wird es eine Tagung der VDW geben, in der die Themen des Positionspapieres im Mittelpunkt stehen werden.